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Resolution der Großen Tarifkommission am 14. September 2017 zur Tarifrunde 2018 – Forderungsstruktur

Entgeltforderung

Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmendaten sind nach wie vor positiv. Die Gesamtwirtschaft wird voraussichtlich im Jahr 2017 ein Wachstum in der Größenordnung von 1,7% erreichen. Für das Jahr 2018 sind eine gesamtwirtschaftliche Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von ca. 1,8% und eine Steigerung der Produktivität um etwa 1,2% zu erwarten. Die Steigerung der Verbraucherpreise wird nach den Prognosen der Institute bei ca. 1,7% liegen und sich damit der Zielinflationsrate der EZB annähern. Insgesamt wollen wir an unserer bisherigen Argumentation festhalten. Aus der Zielinflationsrate der EZB von ca. 2% und der mittelfristigen Produktivitätsentwicklung von 1-1,5% ergibt sich ein verteilungsneutraler Spielraum von mindestens 3%. Die Ertragslage der Unternehmen ist weiterhin sehr gut, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Große Tarifkommission hält daher einen Forderungskorridor um die 6% für realistisch und angemessen, in dem eine Umverteilungskomponente enthalten ist.

Forderungen Arbeitszeit

Wir wollen die 35-Stunden-Woche zukunftssicher machen. Wir wollen Arbeitszeiten, die zum Leben passen.
Die Beschäftigtenbefragung der IG Metall hat gezeigt, dass Arbeitszeit ein wichtiges Thema in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie ist. Viele Beschäftigte wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Darüber hinaus steigt der Leistungsdruck in den Betrieben und besonders belastende, restriktive Arbeitszeitmodelle, sind auf dem Vormarsch. Viele Beschäftigte brauchen mehr Möglichkeiten und vor allem mehr freie Zeiten zum Ausgleich dieser Belastungen.

Wir wollen ein individuelles Wahlrecht, um die Arbeitszeit befristet reduzieren zu können (bis zu 28 Stunden in Ost und West).
Eine Lösung für diese Probleme kann durch einen Individualanspruch auf kurze Vollzeit geschaffen werden. Dieser Anspruch soll so ausgestaltet sein, dass die Beschäftigten das Recht haben ihre Arbeitszeit für zwei Jahre auf bis zu 28h pro Woche zu verkürzen und anschließend zur 35h-Woche zurückzukehren, oder erneut für zwei Jahre kürzer zu arbeiten.
Wir wollen einen Entgeltzuschuss, wenn es um belastende Arbeitszeitsysteme, Betreuung von Kindern und Pflege naher Angehöriger geht.
Beschäftigte in Schicht und anderen belastenden oder restriktiven Arbeitszeitsystemen, sowie Beschäftigte in besonderen Lebenssituationen wie bei Kinderbetreuung oder Pflege naher Angehöriger, sollen einen Entgeltzuschuss erhalten. Dieser Zuschuss ist degressiv auszugestalten, damit die kurze Vollzeit auch für Beschäftigte in den unteren Entgeltgruppen finanziell attraktiv ist.

Vollständige Resolution der Großen Tarifkommission

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Bündnis rief zum Protest gegen AfD

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Am Mittwoch, 13.09. folgten rund 200 Menschen dem Aufruf des Bündnisses „Ludwigsburg gegen Rechts“  zum Protest gegen die AfD-Veranstaltung, bei der die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel auftrat. Die Demonstration stand unter dem Motto „Kein Platz für rechte Hetze in Ludwigsburg – für ein solidarisches Miteinander“.

„Die AfD ist keine Partei wie jede andere. Wir müssen immer wieder klarmachen, dass rechte Hetze hier nicht willkommen ist“, sagt das Bündnis „Ludwigsburg gegen Rechts“. Nach mehreren Reden zog ein Protestmarsch bei strömendem Regen durch die Innenstadt.

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel steht derzeit wegen einer Email mit rassistischem und verschwörungsideologischem Inhalt in der Kritik. „Der Grund, warum wir von kulturfremden Völkern wie Arabern, Sinti und Roma etc. überschwemmt werden, ist die systematische Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft als mögliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden“, soll sie laut Medienberichten wörtlich an einen Bekannten geschrieben haben.

Bereits am 18. Juli haben zahlreiche Menschen vor dem Forum am Schlosspark gegen die AfD demonstriert. Seither sind mehrere Organisationen zum Bündnis hinzugekommen: IG Metall, GEW, Ver.di, der SPD-Ortsverband, der Kreisverband der Partei Die Linke und die Kuhle Wampe Stuttgart. Weitere im Bündnis vertretene Gruppen sind das Mut gegen Rechts, die Naturfreunde, ÖkoLinX, die Linksjugend [‘solid] sowie mehrere migrantische Organisationen.